
Pirner lobte die herausragende Entwicklung des Tourismus in Bayern und verwies auf ein besonders erfolgreiches Beispiel: Nürnberg. „Die Stadt erzielte im ersten Halbjahr 2024 ein Rekordergebnis mit knapp 1,8 Millionen Übernachtungen – das stärkste Halbjahr seit Beginn der Statistik“, so Pirner. Der Anstieg von 9,3 % im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2019 verdeutlicht den Erfolg des Tourismusstandorts Nürnberg, insbesondere im Leisure-Bereich, neben dem traditionell dominanten Business-Sektor. „Mit der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg e.V. (CTZ) hat die Stadt eine starke Institution, die Netzwerke koordiniert und Nürnberg international vertritt“, betonte Pirner.
Auch im ländlichen Raum spielt der Tourismus eine zentrale Rolle. „Er schafft Arbeitsplätze, fördert die lokale Wirtschaft und trägt zur Attraktivität dieser Regionen bei“, sagte Pirner als Sprecher für die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Der Tourismus generiert in Bayern einen Konsum von 48 Milliarden Euro und bietet vielen Menschen im ländlichen Raum Perspektiven.
Besonderen Wert legt Pirner auf Nachhaltigkeit: „Mit der Nachhaltigkeits-Matrix unterstützen wir die Regionen in Bayern dabei, ihre Tourismusangebote umweltfreundlicher zu gestalten. Workshops helfen, maßgeschneiderte Lösungen für lokale Herausforderungen zu finden.“ Diese Maßnahmen verbessern nicht nur die touristische Infrastruktur, sondern helfen auch bei der Bewältigung von Problemen wie Verkehrsstaus oder dem Mangel an Wohnraum.
Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Stärkung der bayerischen Kongresswirtschaft. „Mit unserer im Juli gestarteten Initiative investieren wir über fünf Jahre 25 Millionen Euro, um Bayern als Standort für Kongresse und Geschäftsreisen weiter auszubauen“, erklärte Pirner. Dies macht Bayern nicht nur für internationale Veranstaltungen attraktiver, sondern stärkt auch die lokale Wirtschaft, insbesondere in den Städten und ländlichen Regionen, die von dieser Förderung gleichermaßen profitieren.
Pirner betonte auch die Bedeutung der wissenschaftlichen Unterstützung durch das Bayerische Zentrum für Tourismus an der Hochschule Kempten. „Das Zentrum erforscht die zentralen Zukunftsthemen des Tourismus, wie Digitalisierung und den Klimawandel, und liefert uns fundierte Empfehlungen für die Praxis“, erklärte Pirner. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse sind ein wichtiger Baustein, um die Tourismuswirtschaft in Bayern zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten.
„Gemeinsam mit der Bayern Tourismus Marketing GmbH setzen wir zudem auf eine intensive Bewerbung unseres nachhaltigen und hochwertigen Tourismusangebots“, sagte Pirner. Er hob das barrierefreie Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ hervor, das Menschen mit Behinderungen einen uneingeschränkten Zugang zu touristischen Angeboten ermöglicht.
Ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit Bayerns als Tourismusstandort ist die Modernisierung der touristischen Infrastruktur. „Wir stellen 2024 fast 23 Millionen Euro für die Modernisierung von Kur- und Wanderwegen sowie barrierefreie Einrichtungen bereit“, so Pirner. Darüber hinaus werden jährlich 10 Millionen Euro für die Modernisierung von Seilbahnanlagen investiert, um sicherzustellen, dass diese sowohl technisch auf dem neuesten Stand bleiben als auch den Anforderungen eines modernen und nachhaltigen Tourismus entsprechen.
„Bayern ist eines der beliebtesten Reiseziele Europas. Mit klugen Investitionen und einer nachhaltigen Entwicklung können wir diesen Erfolg langfristig sichern – für die Gäste und die Menschen, die hier leben und vom Tourismus profitieren“, schloss Pirner seine Rede.