Pirner unterstützt den Antrag von Kerstin Schreyer mit voller Überzeugung

Der Nürnberger Landtagsabgeordnete Thomas Pirner unterstützt den von Kerstin Schreyer, MdL, gemeinsam mit mehreren Abgeordnetenkolleginnen und -kollegen eingereichten Antrag zum „Recht auf Vergessen“ mit Nachdruck. Ziel des Antrags ist es, die Situation von Menschen zu verbessern, die eine Krebserkrankung überwunden haben und medizinisch als geheilt gelten, aber dennoch im Alltag mit erheblichen Benachteiligungen konfrontiert werden.

Die Antragsteller fordern die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, die Bayerische Staatsregierung und die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag auf, sich für die Einführung eines gesetzlich verankerten „Rechts auf Vergessen“ einzusetzen. Dadurch soll verhindert werden, dass geheilte Krebspatientinnen und Krebspatienten bei Versicherungen, Krediten, Immobilienfinanzierungen, Adoptionen oder im Berufsleben aufgrund einer längst überstandenen Erkrankung benachteiligt werden.

Kerstin Schreyer, MdL, erklärt:
„Aktuell leben Millionen Menschen in Deutschland mit oder nach einer Krebsdiagnose. Viele von ihnen gelten medizinisch als geheilt und werden dennoch in wichtigen Lebensbereichen benachteiligt. Diese Diskriminierung ist nicht hinnehmbar. Wir müssen die Betroffenen unterstützen und endlich die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen.“

Für Thomas Pirner ist das Anliegen von großer Bedeutung:
„Ich unterstütze diesen Antrag zu 100 Prozent. Es kann nicht sein, dass Menschen Jahre oder sogar Jahrzehnte nach einer erfolgreich überwundenen Krebserkrankung noch immer Nachteile erfahren. Wer medizinisch als geheilt gilt, darf nicht länger durch bürokratische Hürden oder schlechtere Konditionen benachteiligt werden. Gerade für junge Menschen, die bereits als Kinder oder Jugendliche eine Krebserkrankung besiegt haben, brauchen wir mehr Fairness und Chancengleichheit. Deshalb setze ich mich mit voller Überzeugung für ein gesetzliches Recht auf Vergessen ein.“

Nach aktuellen Schätzungen leben rund 4,5 Millionen Menschen in Deutschland mit oder nach einer Krebsdiagnose. Ein großer Teil davon gilt als Langzeitüberlebende und medizinisch als geheilt. Dennoch berichten viele Betroffene von Benachteiligungen bei der Lebensgestaltung. Eine Ende 2024 durchgeführte Umfrage der Betroffenenorganisation Survivor Deutschland e. V. zeigt, dass zahlreiche Krebs-Langzeitüberlebende bereits Diskriminierung aufgrund ihrer Erkrankung erfahren haben.

Der Antrag wird auf dem CSU-Parteitag am 23. und 24. Oktober in München zur Abstimmung gestellt. Thomas Pirner hofft auf breite Unterstützung: „Es ist ein Gebot der Gerechtigkeit, dass Menschen nach einer überstandenen Krebserkrankung nicht ein Leben lang dafür Nachteile in Kauf nehmen müssen. Ich hoffe daher auf eine breite Zustimmung zu diesem wichtigen Anliegen.“